Auf den Bau der Chororgel im Jahr 2019 soll bereits 2020 die Hauptorgel folgen und somit die neue Orgelanlage der Dortmunder Reinoldikirche komplettieren.
Nach intensiven Abwägungen wurde von der Auftraggeberseite beschlossen, die Walcker-Orgel von 1958 aufzugeben und eine technische, musikalische und auch räumliche Neukonzeption anzustreben. Dazu wurde 2014 ein Ideenwettbewerb mit drei Orgelbauwerkstätten durchgeführt, woraufhin unser Beitrag den Zuschlag erhielt. Auf diesem Weg begleitet uns Prof. Bernhard Hirche aus Hamburg mit seinen Vorschlägen zur Neugestaltung der Orgelsituation und seinen Prospektentwürfen für Haupt- und Chororgel. In der Orgelkommission wirken Kantor Christian Drengk (ab 2018), sein Vorgänger an St. Reinoldi Klaus Elder Müller (bis 2018), Kreiskantor Wolfgang Meier-Barth, OSV Hans-Christian Tacke und Ansgar Wallenhorst mit.
Die neue Hauptorgel wird über vier Manuale verfügen, von denen drei mechanische Trakturen aufweisen. Darüber hinaus wird es in Schwellwerk, Solo und Pedal diverse mit Einzeltonventilen ausgestattete Reihen geben, was die Verwendungsmöglichkeiten dieser Register bemerkenswert erhöht.
Die Disposition entstand in Zusammenarbeit unserer Werkstätte mit der Orgelkommission von St. Reinoldi und zählt 54 Register; hinzu kommen 17 Extensionen und 5 Transmissionen. Gut 30 Register der Vorgängerorgel werden, meist in der Mensur erweitert (d.h. gerückt), in den Klangbestand integriert und sorgfältig neu intoniert. Anregungen gab unter anderem auch die Disposition der legendären 1944 vernichteten Walckerorgel von 1909 mit 107 Registern auf fünf Manualen.
Im Kirchenraum wird bereits im Zuge der Installation der Chororgel ein mobiler viermanualiger Spieltisch platziert, von dem aus beide Orgeln von drei verschiedenen Positionen aus spielbar sind.


I Hauptwerk C-c''''
Principal   16'
Principal   8'
Flûte harmonique   8'
Rohrflöte   8'
Gamba   8'
Octave   4'
Waldflöte   4'
Quinte   2 2/3'
Superoctave   2'
Mixtur major 4-f.   2'
Mixtur minor 3-f.   1'
Cornett 5-f. (g°)   8'
Trompete   16'
Trompete   8'
II Positiv (schwellbar) C-c''''
Quintathön   16'
Principal   8'
Portunalflöte   8'
Bourdon   8'
Spitzgamba   8'
Quintade   8'
Octave   4'
Flöte   4'
Blockflöte   2'
Sesquialter II   2 2/3'
Larigot   1 1/3'
Mixtur 4-f.   1 1/3'
Trompete   8'
Vox humana   8'
Tremulant  
III Schwellwerk C-c''''
Bourdon   16'
Contraviola   16'
Geigenprincipal   8'
Liebl. Gedeckt 1 8'
Viola 1 8'
Aeoline   8'
Voix céleste   8'
Geigenpraestant   4'
Flûte octaviante   4'
Violine 1 4'
Octavin   2'
Oktävlein   1'
Progressio 4-f.   2 2/3'
Basson   16'
Trompette harmonique   8'
Hautbois   8'
Tremulant  
IV Solo C-c''''
Konzertflöte   8'
Klarinette   8'
Chamade   16'
Chamade 1 8'
Chamade 1 4'
Großquinte   5 1/3'
Quinte 1 2 2/3'
Quinte 1 1 1/3'
Großterz   6 2/5'
Terz 1 3 1/5'
Terz 1 1 3/5'
Großseptime   4 4/7'
Septime 1 2 2/7'
Septime 1 1 1/7'
Carillon 3
Pedal C-g'
Untersatz   32'
Principalbass   16'
Subbass 1 16'
Stillgedeckt 2 16'
Salicetbass 2 16'
Quintbass   10 2/3'
Octavbass 1 8'
Bassflöte 1 8'
Stillgedeckt 2 8'
Violbass 2 8'
Octave 1 4'
Nachthorn   2'
Mixtur 4-fach   2 2/3'
Kontrabombarde   32'
Posaune 1 16'
Fagott 2 16'
Trompete   8'
Clairon 1 4'

1 (Deutsch) Extension

2 (Deutsch) Transmission

3 (Deutsch) vorbereitet

(Deutsch)

mechanische Spieltrakturen, elektrische Registratur,
Zweitspieltisch fahrbar mit SPS-Anlage der Fa. Sinua

Koppel Pos/HW umschaltbar mechanisch oder elektrisch, alle anderen Koppeln elektrisch:
Pos/P, HW/P, SW/P, SO/P,   SW/HW, SW/Pos, SO/HW, SO/Pos, SO/SW, Pos16', Pos4', SW16', SW 4', Pos/HW16', SW/HW16', SW/Pos16', Pos/HW 4’, SW/HW 4’

Einige Reihen stehen auf Einzeltonladen und sind daher frei zuordbar: Bourdon- und  Violareihe im SW, alle Solo-Register, Untersatz C-g1 und Posaunenreihe im Pedal

Die drei Aliquotreihen des Solo sind im Schwellwerk untergebracht.