erbaut durch Friedrich Weigle
Baujahr 1929

Durchgeführte Arbeiten

Hauptausreinigung

mit sämtlichen Nebenarbeiten

Instandsetzung der Windanlage

Lotrechtes Ausrichten des Winderzeugers. Imprägnieren des Hauptbalgs an vermehrt beanspruchten Stellen. Abdichten von Leckstellen im System. Erhöhung des Winddrucks für die Traktur.

Instandsetzung der Windladen

Imprägnierung und teilweise Neubelederung der Arbeitsbälge der Registerventile. Neubeziehen sämtlicher Taschen mit Pneumatikleder (insgesamt 1176 Taschen) und Wiedereinbau derselben auf Pappringen. Überarbeiten der Ventilsitze. Zupapierung aller Registerkanzellen.

Instandsetzung der Traktur

Erneuerung sämtlicher Membranen der Relaisstationen. Überarbeiten der originalen Reißner-Hufeisenmagnete und Austausch einzelner gegen neue gleichen Typs.

Instandsetzung des Spieltischs

Aufpolieren der Spieltischinnenseiten. Erneuerung der Tastenanschlagpolster und Neugarnierung der Tastenführungen bei Manual- und Pedalklaviaturen. Ersetzen zweier abgebrochener Zelluloid-Zugschalter der Freien Kombinationen in Birnbaum und Angleichen derselben in Farbe und Marmorierung. Erneuern des Untertastenbelags I. Man. e“. Instandsetzen und Reinigen sämtlicher Kontakte mit oxydlösendem Mittel und Reinigungsstäbchen (kein bloßes Absprühen der Kontaktstellen). Nachziehen sämtlicher Schraubverbindungen der Elektrik. Anbringen von Halbleitern zur Vermeidung von Funkenbildung in der Traktur.

Da der 1982 fahrbar eingerichtete Spieltisch durch die dabei erhaltene Instabilität eine ständige Gefahr für Kabelbrüche der relativ steifen textilummantelten Kabel wurde, haben wir diesen an seiner jetzigen Stelle fixiert und die Rollen entlastet. Nach Aussage des Organisten war er in den ganzen Jahren nur einmal geringfügig verschoben worden.

Instandsetzung und Intonation des Pfeifenwerks

Gängige Instandsetzungsarbeiten am Pfeifenwerk wie Nachpassen, Talkumieren und teilweises Neubeledern von Pfeifenspunden an Holzpfeifen, Schließen von Rissen, Ausformen von deformierten Metallpfeifen, Instandsetzen der Stimmvorrichtungen an Holz- und Metallpfeifen, Entfernen der Oxidschichten an Kehlen und Zungen, Gängigmachen der Krücken.

Die Schallbecher der Trompete 8′ waren sämtlich lose in die Zungenköpfe eingesetzt. Die Stimmhaltung war dadurch im Diskant äußerst problematisch. Im oberrasterlosen Diskantbereich wurden die Becher deshalb mittels Zwei-Komponenten-Kleber (im Zweifelsfall bei 190-200°C reversibel) eingeleimt.

Gründliche, ausgleichende Intonation auf Grundlage des bestehenden Klangbildes und der vorhandenen Stimmtonhöhe (440 Hz bei 18 °C).


HAUPTWERK I C-a‘‘
Principal   8'
Gamba   8'
Gedeckt   8'
Quintade   8'
Octavflöte   4'
Gemshornquinte 1 2 2/3'
Octave 1 2'
Mixtur 4 fach   2 2/3'
SCHWELLWERK II C-a‘‘‘
Lieblich Gedeckt   16'
Geigenprincipal   8'
Flûte octaviante   8'
Salicional   8'
Vox coelestis   8'
Rohrflöte   4'
Dolcequinte   2 2/3'
Schwiegel   2'
Terzflöte   1 3/5'
Cornettino * 4 fach   4'
Trompete   8'
PEDAL C-g‘
Subbass   -
Zartbass 1 -
Octavbass   -
Salicetbass 1 -
Choralbass 1 -
Trompete 1 -

1 Transmission

Koppeln:
II/I, I/P, II/P, Sub II/I, Super II/I, Super I/I
Spielhilfen:
2 Freie Kombinationen
Handregister ab
Crescendo ab
Coppeln aus Crescendo
Zungen ab
Feste Kombinationen:
Mezzoforte, Forte, Tutti, Auslöser

1982 wurde der ursprünglich auf der gegenüberliegenden Empore
installierte Spieltisch im seitlichen Altarbereich platziert und durch
die Fa. E.F. Walcker & Cie. / Kleinblittersdorf fahrbar eingerichtet.
Die Jalousien des Schwellwerks wurden - vermutlich aus Gründen
einer verbesserten Klangabstrahlung - zu einem unbekannten
Zeitpunkt entfernt.