Die von Albert Otto Linder entworfene katholische Kirche Mariä Himmelfahrt in Süßen ist ein ansprechendes Beispiel für den expressiven Architekturstil der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Unsere am 27. November 2011 eingeweihte Orgel komplettiert das Kircheninterieur auf zurückhaltende und dennoch noble Weise. Das mit KMD Thomas Gindele als Sachverständigem erarbeitete Klangkonzept wählt die deutsche Romantik als vorbildgebenden Ausgangspunkt, insbesondere die Instrumente Wilhelm Sauers, dessen Mensurpraxis in das Instrument einfließen konnte. Angestrebt war keine klangliche Stilkopie, sondern eine kreativ und vielseitig einsetzbare zeitgenössische Orgel, die trotzdem ihre Vorbilder deutlich spüren lässt.

Unter dem elliptischen Emporenbogen flankiert nun ein symmetrisches Gehäusepaar das mittige Fenster, links befindet sich das Hauptwerk, rechts das Schwellwerk, beide auf Sturz angeordnet. Das Pedal befindet sich geteilt hinter diesen beiden Werken, der Spieltisch steht frei vor der Orgel mit Blick in den Kirchenraum.


HAUPTWERK I C-a‘‘‘
Bourdon   16'
Principal   8'
Flauto traverso   8'
Bourdon   8'
Gambe   8'
Octave   4'
Rohrflöte   4'
Quinte   2 2/3'
Octave   2'
Terz   1 3/5'
Mixtur   1 1/3'
Trompete   8'
Tremulant  
SCHWELLWERK II C-a‘‘‘
Hohlflöte   8'
Gedeckt   8'
Salicional   8'
Schwebung   8'
Fugara   4'
Traversflöte   4'
Principal   2'
Mixtur   2'
Oboe   8'
Trompette harm.   8'
PEDAL C-f‘
Violon   16'
Subbass   16'
Octavbass   8'
Cello 1 8'
Flötbass 2 8'
Octave 3 4'
Posaune   16'

1. Ausz. aus Violon 16‘

2. Ausz. aus Subbaß 16‘

3. Ausz. aus Octavbass 8‘

Koppeln: mechanisch: II/I, I/P, II/P,
elektrisch: II/I 16’, II/I 4’, II/II 16’, II/II 4, II/P 4’
elektrische Registratur mit Setzeranlage, 4.000 Kombinationen
Eine Midianlage mit der Anschlußmöglichkeit eines Aufzeichnungs- und Wiedergabegerätes ist technisch
vorbereitet