Die Geschichte der heute bestehenden Orgel beginnt 1762 mit der Erbauung durch den aus Thüringen stammenden Joh. Georg Heßler (II/ bis zu 27 Register) auf der zweiten Empore als Stiftung des Kanzleirates und Bürgermeisters Friedrich Wilhelm Otte.
1830 erfolgen moderate Anpassungen an das gewandelte Stilempfinden durch Marcussen und Reuter.
1877 klangliche und technische Überarbeitung durch Marcussen und Sohn, u. a. neue Kastenbalganlage, es folgen weitere Änderungen am Pfeifenbestand bis 1910.
1929/30 Umbau durch Karl Kemper nach Plänen von Hans Henny Jahnn. Hinzufügung eines neuen schwellbaren Oberwerkes, die alte Oberwerkslade wird dem bislang nicht vorhandenen Brustwerk zugeordnet. Erweiterung der Klaviaturumfänge, Pedaltraktur und Registratur pneumatisch. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die obere Empore entfernt und der Prospekt umorganisiert.
1964 Umbau durch Emanuel Kemper: neuer Spieltisch mit neuer Spielmechanik und elektrischer Registertraktur, Neubau der Pedalwindladen.
1975-1977 Karl Schuke: Ersatz der kupfernen Prospektpfeifen von 1930 durch neuen Zinnprospekt, Restaurierung des historischen Pfeifenbestandes.
Infolge der Entfernung der Zwischendecke aus dem Turmraum, wo sich die Balgkammer befand, baut Klaus Becker 1985 das Untergehäuse und eine mechanische Registertraktur; Neubau der Spieltrakturen (im Manual bis zu den Wellenbrettern).

2010 Werkstätte für Orgelbau Mühleisen:

Ausheben des gesamten Pfeifenwerkes und Lagerung der Pfeifen auf der seitlichen Empore bzw. in einem abgetrennten Bereich im Kirchenschiff.
Reinigung des Pfeifenwerkes.
Reinigung der Windanlage, Windladen, Pfeifenstöcke, Pfeifenraster, Trakturen, Spielanlage und Gehäuseteile.
Schimmelentfernung sämtlicher befallener Flächen mit einer Lösung aus Spiritus und Thymol.
Instandsetzung des Pfeifenwerks.
Instandsetzung der Orgeltechnik, Neuaustuchung der stark ausgeschlagenen Klaviaturen.
Instandsetzung der Manual-Schleifladen von Heßler (BW und HW) und Kemper (OW).
Entfernen der Pertinaxschleifen und der Teleskophülsen, Wiedereinsetzen der originalen Eicheschleifen.
Einbau von Schmid’schen Dichtringen auf der Stockseite. Teilweise Neubeledern der Schleifenbahnen, Neubeledern der Ventilseite, Beseitigung von Durchstechern.
Ersetzen der Spanplattenwindstöcke in Haupt- und Brustwerk durch neue Eichenwindstöcke.
Verbesserung der Windanlage mit teilweisem Rückbau der nach 1900 zugefügten Bauteile.
Statische Sicherung der Prospektgehäuseausladungen.
Nachintonation und Stimmung.
Projektbetreuung durch OSV Herrn KMD Michael Mages, Flensburg

2019 Werkstätte für Orgelbau Mühleisen:

Umbau der Spielmechanik zur Verbesserung der Spielbarkeit (u. a. Neufestlegung der Übersetzungsverhältnisse), Änderung der Manualbelegung (vormals SW auf I, HW auf II, BW auf III), Setzereinbau und elektrische Neuanlage der Registertraktur, Zufügung eines Zimbelsterns.


HAUPTWERK I C-f‘‘‘
Quintadena   16'
Principal   8'
Gedackt   8'
Octave   4'
Flöte   4'
Quinte   3'
Octave   2'
Terz   1 3/5'
Zimbel 2 fach  
Mixtur 4-6 fach  
Trompete   8'
Tremulant  
BRUSTWERK II C-f‘‘‘
Rohrflöte   8'
Principal   4'
Spitzflöte   4'
Octave   2'
Terzian 2 fach  
Scharf 3 fach  
Regal   8'
Krummhorn   16'
Tremulant  
OBERWERK III C-f‘‘‘
Salicet   8'
Quintade   8'
Gemshorn   4'
Nasat   2 2/3'
Rohrflöte   2'
Terz   1/3'
Blockflöte   1'
Scharf 4 fach  
Krummhorn   8'
Tremulant  
PEDAL C-f‘
Subbass   16'
Principal   8'
Gedackt   8'
Octave   4'
Nachthorn   2'
Rauschpfeife 4 fach  
Posaune   16'
Trompete   8'
Klarine   4'

Koppeln:
II/I, III/I, III/II, I/P, III/P